Es wird wieder kreativ!
Heute möchte ich dir eine simple Fotografie-Technik vorstellen, die dich mit der Kamera auf die Straße treiben wird. 😉
Es geht um den „Zoomeffekt“. Ich erkläre dir die Umsetzung, meine Fehler und weitere Tipps.
Das tolle daran: Du brauchst keine teure Ausrüstung, ein einfaches Kit-Zoomobjektiv und ein Stativ reicht völlig aus.
In meiner Artikelsammlung über „Kreative Fotoideen“ findest du noch mehr Inspiration für neue Ideen! 🙂
Nicht lange fackeln, lass uns starten!
Inhaltsverzeichnis
Der Zoomeffekt ist schnell erklärt:
Verwende ein Zoomobjektiv und mach eine Langzeitbelichtung. Während die Belichtung läuft, drehst du am Zoomring, um den Bildwinkel zu verstellen.
Dieser Effekt zieht den Blick richtig heftig ins Bild hinein!
So erstellst du einen genialen Effekt in einer einzigen Aufnahme direkt in der Kamera, ohne überhaupt an Bildbearbeitung zu denken.
Das sind die Zutaten für den Zoomeffekt:
Du kannst den Zoomeffekt auf zwei verschiedenen Arten umsetzen:
Wie unterschiedlich die Effekte aussehen siehst du unterhalb!
Ich erkläre dir den Ablauf der ersten Variante, in der wir im Weitwinkelbereich starten:
Zur Belichtung empfehle ich dir diese Faustformel:
Beim Zoomeffekt entsteht unvermeidbar eine Menge Ausschuss. So kannst du den Ausschuss etwas senken:
Hier habe ich den Zoom zu weit gedreht, sodass die Figur angeschnitten wurde. Merk dir, wie weit du drehen kannst!
Durch das Verändern der Brennweite verliert unser Motiv zwangsläufig an Schärfe. Daher empfehle ich dir, dein Hauptmotiv in der Bildbearbeitung noch etwas selektiv nachzuschärfen.
In Photoshop gehst du wie folgt vor:
Wenn du einen starken Graufilter besitzt (ND1000*) und die Blende stark schließt (große Blendenzahl) kannst du den Effekt auch am Tag umsetzen. Da die Lichter und die Lighttrails fehlen, ist das Ergebnisse aber nicht besonders beeindruckend.
Das Problem ist folgendes: Das Bild ist ohne Belichtung erstmal schwarz. Helle Bildbereiche belichten den Sensor und ziehen beim Zoomeffekt Streifen. Da am Tag aber der Himmel das helle Element ist, werden die dunklen Gebäude nicht betont, sondern werden transparent.
Hier siehst du ein Beispielfoto am Tag:
In meinem Instagram geht es um urbane Fotografie mit kreativen Techniken, Lighttrails und Spiegelungen. Dazu gibt es Quicktipps und vorher/nachher-Bilder.
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Mehr Tutorials zu kreativen Fotoideen bekommst du in meiner Sammlung: Zur Sammlung der kreativen Fotoideen
Hau rein und mach starke Fotos!
Dein Eike
Erstatte mir doch mal einen Besuch!
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6 Comments
Tolle Tips fürs Fotografieren
Vielen Dank für dein Feedback! Freut mich sehr! 🙂
Moin Eike,
danke für Deinen Beitrag. Auch wenn man sich nach einigen Versuchen nicht so richtig mit dem Zoomeffekt anfreunden kann, so hilft es auf jeden Fall, sich mit der eigenen Kamera weiter vertraut zu machen. Bei Dunkelheit merkt man z. B. sehr schnell, ob man alle Knöpfe seiner Kamera auch blind bedienen kann… Kleiner Hinweis noch: Bei deiner Faustformel für die Belichtung meintest Du doch sicherlich „20“ statt „2“ Sekunden, oder?
Gut Licht!
Peter
Hallo Peter,
Danke für Dein Kommentar!
Der Zoomeffekt ist manchmal bisschen widerspenstig, er sieht nicht bei jedem Motiv gut aus! 😀
Und bei Dunkelheit kann es tatsächlich kompliziert werden, wenn man die Knöpfe nicht sieht und die Anzeige der Brennweite am Objektiv.
Die zwei Sekunden bei der Faustformel sind aber schon richtig, da ich den Selbstauslöser gemeint hab.
Du startest mit 2 Sekunden Intervallauslöser, um die Aufnahme zu Beginn nicht zu verweckeln.
Bei 15 Sekunden Gesamtbelichtungszeit fängst du nach 10 Sekunden langsam an, am Objektiv zu drehen und die Brennweite zu verstellen.
Viel Erfolg dabei und liebe Grüße!
Eike
Immer wieder ein netter Effekt, der dabei auftritt. Ich habe das aber sogar mal tagsüber gemacht (1/15 Sek). Sah gar nicht mal sooo schlecht aus für das erste Mal. Abei bei Nacht werde ich das wohl auch mal machen.
Werde mich mal weiter durch das Blog wühlen. 😉
Öhm, sollte „Ralf“ heißen, nicht Talf. 😀